Naturfoto des Monats Februar 2026

10. Februar 2026 | Aktiv beim BUND, BUND Landesverband Bremen

Auch im Februar widmet der BUND Arbeitskreis Naturfotografie sich dem Thema "Pilze". Diese Aufnahme von stammt von Lutz Wilke und wurde zum "Naturfoto des Monats Februar" gewählt.

Das Gewinnerbild für Februar 2026 von Lutz Wilke aus dem BUND Arbeitskreis Naturfotografie.  Das Gewinnerbild für Februar 2026 von Lutz Wilke aus dem BUND Arbeitskreis Naturfotografie.  (Lutz Wilke / BUND Bremen)

Alles, was wir in der Natur lieben und anschauen, ist mit Pilzen verwoben. Alles Leben im Boden hängt vom Wirken dieser Fadenwesen ab. 95 Prozent unserer Landpflanzen leben in Symbiose, also in gegenseitigem Nutzen und gegenseitiger Abhängigkeit mit Pilzen – auch Nahrungsmittel wie Mais und Getreide, Obst und Gemüse. Wir tun also gut daran, sorgsam mit den Pilzen umzugehen. Etwa ein Drittel unserer heimischen Pilzarten sind entweder extrem selten oder gefährdet. Fünf Prozent sind sogar vom Aussterben bedroht oder sind bereits ausgestorben. 

Was wir unter „Pilz“ verstehen ist häufig nur der sichtbare Fruchtkörper eines viel größeren, meist unterirdischen Geflechts im Boden. Wenn hier die Vielfalt schwindet, können Nahrungsketten abbrechen. 
Rund 50 Prozent der Fläche Deutschlands sind landwirtschaftliche Flächen. Deshalb sind diese von besonderer Bedeutung für den Schutz der Artenvielfalt auch im Boden. Um die Böden wieder lebendiger werden zu lassen und damit dauerhaft fruchtbar zu erhalten, fordert der BUND den sozial-ökologischen Umbau der Landwirtschaft. Schon eine reduzierte Bodenbearbeitung und die Reduzierung des Pestizideinsatzes um 50 Prozent bis 2030 würden helfen, die Artenvielfalt im Boden deutlich besser zu schützen. Extensive Grünlandwiesen und -weiden sind zum Beispiel im Vergleich zu intensiver Grünlandwirtschaft nicht nur besser für den Erhalt der Biodiversität, sondern speichern auch mehr klimawirksames CO2. 
Doch auch private Gärten sind mit mehr als 900.000 Hektar in Deutschland wichtige Partner für das Leben im Boden. Wer hier auf chemische Pestizide verzichtet, auf heimische Pflanzen setzt, wilde Ecken zulässt und torffreie Erden nutzt, schützt die Artenvielfalt unter und über Tage. 
 

  • Mehr Infos gibt es dazu auch in dem Bodenatlas aus dem Jahr 2024, den die
    Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie der TMG – Think Tank for Sustainability, TMG Research gGmbH publiziert hat. Hier geht es zum kostenlosen Download.
     

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