Osterglück beim WiKo - Nestersuche erfolgreich

01. April 2026 | WiKo

Bisher wurden bereits 370 Kiebitz-Brutplätze gefunden, markiert und vielfach auch vor den direkt folgenden Grünlandpflegearbeiten gerettet.

Osterglück beim WiKo Osterglück beim WiKo  (BUND Bremen / BUND Bremen)

Passend zu Ostern läuft die Nestersuche zurzeit beim WiKo auf Hochtouren: Mindestens jeden zweiten Tag sind die Mitarbeitenden von Ökologis im Einsatz mit den neuen Drohnen, die auch bei Regenwetter eingesetzt werden können. Die moderne Wärmebildtechnik liefert bei kälterem Wetter teilweise ganztägig Aufnahmen der Nester. Anschließend werden diese mit Bambusstöckern markiert. An einigen Standorten wurden um größere Kiebitz-Brutbereiche auch Elektrozäune zur Fuchsabwehr installiert. Auch fanden in allen Einsatzgebieten in der ersten Märzhälfte wichtige Abend-Runden mit den landwirtschaftlichen Betrieben und auch den Jagdausübenden statt. Die Mitmach-Bereitschaft und das Engagement sind auf allen Seiten stark ausgeprägt – eine der großen Stärken des WiKo.
„Ich würde mal sagen wir haben 95 Prozent der aktuellen Gelege gefunden, aber da kommt noch vieles dazu.“, weiß Arno Schoppenhorst, WiKo-Projektleiter und Geschäftsführer von Ökologis. „Die landwirtschaftlichen Betriebe müssen natürlich auch ihre Flächen bewirtschaften und haben häufig direkt im Anschluss intensiv gestriegelt, gewalzt und Gülle ausgebracht. Diese vorher gefundenen Gelege konnten also konkret gesichert werden.“, führt der Landschaftsökologe weiter aus. „Die Arbeit hat sich also jetzt schon gelohnt!“ 
Mittlerweile sind auch fünf Brachvogelbruten lokalisiert worden. Die aber weitaus größte Masse der Brachvögel und auch alle Uferschnepfen, Rotschenkel, Bekassinen, Löffel-, und Knäkenten sind noch in Wartestellung und werden mit den etwas wärmeren Temperaturen zu legen beginnen. 
Für die Wiesenvögel sei das kältere Wetter kein Drama, meint Schoppenhorst. „Grob gerechnet werden wir in der zweiten Aprilwoche die ersten Küken haben. Dann wären späte Fröste oder kühle Bedingungen fatal. Aber in der Gelegephase sind diese Temperaturen überhaupt kein Problem, die Vögel brüten auch in Skandinavien und Osteuropa wo es noch viel kälter ist.“ Obwohl es zunächst auch Bedenken gab, dass es wieder so ein trockenes Frühjahr werden könnte wie im letzten Jahr. Diese haben sich zum Glück nicht bewahrheitet. Dennoch wurden vom WiKo-Team bereits Solarpumpen aufgebaut und in Stellung gebracht.
 

  • Information: „WiKo Bremen“ steht für „Kooperativer Wiesenvogelschutz in Bremen und umliegenden niedersächsischen Grünlandgebieten.“ Das Projekt „WiKo Bremen“ wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aus dem nationalen Artenhilfsprogramm (nAHP) gefördert. Der BUND Bremen führt es in Kooperation mit der Stiftung NordWest Natur (NWN) durch.

 

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