Sumpfohreulen in WiKo-Projektgebieten
(BUND Bremen
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BUND Bremen)
Seit Wochen wurden Paare der Sumpfohreule (Asio flammeus) dort gesichtet. Aber auch im Niedervieland und sogar in den Kladdinger Wiesen seien weitere Einzelreviere möglich, meint Arno Schoppenhorst, Projektleiter beim WiKo. „Das hat damit zu tun, dass wir in diesem Frühjahr ein unfassbar hohes Angebot an Kleinnagern wie etwa Wühlmäuse haben.“, erklärt der Tierökologe. „Das Zugverhalten wird bei Sumpfohreulen stark vom Nahrungsangebot beeinflusst.“ Die Paare zeigen dabei bereits erstes Revierverhalten, verteidigen gegenüber Artgenossen und fangen an zu balzen.
Durch ihr Gefieder sind die Bodenbrüter allerdings perfekt an ihr Habitat wie Moore, Heideflächen und Wiesen angepasst. Wer sie beobachten möchte, sollte also auf jeden Fall ein Fernglas dabeihaben.
Übrigens – die Federohren, von denen die Sumpfohreule ihren Namen hat, sieht man nur, wenn sie sie aktiv aufstellt. Obwohl die Sumpfohreule in Europa als nicht gefährdet eingestuft wird, ist sie auf der Roten Liste in Deutschland und daher auch eine der WiKo-Zielarten.
- Information: „WiKo Bremen“ steht für „Kooperativer Wiesenvogelschutz in Bremen und umliegenden niedersächsischen Grünlandgebieten.“ Das Projekt „WiKo Bremen“ wird durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aus dem nationalen Artenhilfsprogramm (nAHP) gefördert. Der BUND Bremen führt es in Kooperation mit der Stiftung NordWest Natur (NWN) durch.