Radfahren für's Klima: Der BUND war aktiv beim Stadtradeln dabei.
(Jörn Behrens
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BUND Bremen)
Der BUND Bremen hat sich am Stadtradeln 2026 beteiligt. Die 15 Aktiven sind dabei insgesamt 3,401 km geradelt und haben dabei den 75. Platz in Bremen erreicht. Die Teilnahme des BUND am Stadtradeln ergab eine Vermeidung von etwa 558 kg Kohlendioxid (CO2). Der BUND betont, dass das Fahrradfahren einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheit der Fahrradfahrenden, aber auch der Stadtbewohner*innen leistet. Denn neben dem Kohlendioxid bleiben diesen auch Stickoxide, Feinstaub und Lärm erspart.
"Kein anderes Verkehrsmittel, von den eigenen Füßen einmal abgesehen, hat eine so gute Umweltbilanz wie das Fahrrad", betont Katja Muchow, stellvertretende Geschäftsführerin und Leitung Klima- und Ressourcenschutz beim BUND Bremen. "Es produziert keine Schadstoffe, keinen Lärm, braucht wenig Platz und ist gut für Gesundheit und Fitness. Obendrein schont das Radfahren die privaten und öffentlichen Finanzen. Gute Gründe, den Radverkehr entschieden zu fördern." Zwar ist Bremen gar nicht so schlecht aufgestellt im Fahrradverkehr und darf sich Fahrradhauptstadt nennen, aber an vielen Stellen lösen sich die Beläge der Radwege auf, werden gepflasterte Radwege zu Holperstrecken, sind zu schmal oder werden zugeparkt. Kaputte, zu schmale und zugeparkte Radwege, ungeschützte Fahrradstraßen und simple Radfahr-Schutzstreifen erschweren zunehmend das Fahrradfahren in der Hansestadt. „Wir brauchen dringend eine fahrradfreundlichere Straßenplanung, die den Fahrradverkehr viel stärker als bisher mitdenkt und ihm zuweilen eine Priorität gegenüber dem Autoverkehr einräumt“, fordert Muchow. „Für die Stärkung des Radverkehrs ist beispielsweise die zügige Umsetzung der Premiumrouten und Fahrradbrücken über die Weser erforderlich.“ Derzeit fallen etwa 50 Prozent der Pkw-Fahrten auf Wegstrecken unter fünf Kilometer. "Das sind Distanzen, die mit dem Rad machbar sind", ist die BUND-Sprecherin überzeugt. "Würden diese Autokilometer durch das Rad ersetzt, würden die Luft sauberer und die Stadt leiser. Das kommt vor allem Anwohner*innen an stark befahrenen Straßen zugute. Sie leiden am meisten unter Lärm und Abgasen." Gleichzeit profitieren diejenigen gesundheitlich, die vom Auto auf das Rad umsteigen. Der BUND fordert daher den Senat auf, den Radverkehr stärker als bisher zu fördern und den Ausbau bzw. die Sanierung des Radwegenetzes voranzutreiben.
Weitere Infos zum Fahrradverkehr gibt es unter www.BUND-Bremen.net.