Kohlmeise an einem Nistkasten
(Silvio
/
pixabay
/
CC0)
Der BUND rät jetzt, noch im Frühherbst die Nistkästen für Vögel zu reinigen, bevor bereits Nachmieter die Kästen als neue Bleibe entdeckt und bezogen haben. Wer es vor dem Herbst nicht mehr schaffen sollte, kann aber auch am Ende des Winters vor der Brutzeit die Reinigung vornehmen.
„Im Spätsommer und Frühherbst ist die ideale Zeit, um altes Nestmaterial aus den Nistkästen zu entfernen“, erklärt Bernd Quellmalz, BUND-Regionalgeschäftsführer Weser-Elbe vom BUND Bremen. „Vor der Reinigung sollte man aber etwaige Nachmieter wie Mäuse durch Klopfen warnen, damit sie noch rechtzeitig flüchten können.“ Das Nest sollte am besten im Restmüll entsorgt werden, damit sich die Vogelflöhe nicht ausbreiten können. Anschließend reicht es, den Nistkasten, wo es geht, mit klarem Wasser auszuspülen und das Innere des Kastens danach trocknen zu lassen. Quellmalz: „Chemische Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel haben in einem Nistkasten aber nichts zu suchen. Der Nistkasten muss nicht unseren menschlichen Vorstellungen von Sauberkeit entsprechen.“ So gesäubert sei der Nistkasten wieder startklar für die neue Brutsaison im nächsten Jahr und für den Bezug durch Wintergäste, die den Kasten zum Schutz aufsuchen.
Wer im Garten oder auf dem Balkon noch über keine Nisthilfe verfügt, kann schon jetzt Vögeln wie Meisen, Hausrotschwanz, Trauerschnäpper und anderen Höhlenbrütern eine anbieten. Denn rechtzeitig aufgehängt, können sich die Vögel in aller Ruhe im Heim „einnisten" und im Frühjahr ihre Reviere besetzen. „Die Nistkästen sollten dabei möglichst nicht in die pralle Sonne und wegen Wind und Regen nicht zur Wetterseite aufgehängt werden“, gibt der BUND-Sprecher einen Tipp. „Das Flugloch ist idealerweise in drei bis vier Meter Höhe nach Südosten oder Osten ausgerichtet.“ Der Gesang, der uns so erfreut, zeigt dann dem Rivalen an, dass das Revier besetzt ist, und dem Weibchen, dass er sich paaren möchte.
Unter den Heckenbrütern gibt es viele gute „Sänger" wie Amsel, Grasmücken, Zaunkönig oder Rotkehlchen. Sie alle stellen geringe Ansprüche an einen Nistplatz und es ist leicht, für diese Vögel gute Brutmöglichkeiten zu schaffen. Dichte Hecken und Gebüsche, wie von Schlehe, Brombeere oder Wildrose, schneidet man gelegentlich zurück, damit sie gedrungener und buschiger wachsen. So bieten sie den Vögeln im Garten ausreichenden Schutz für ihre Nester und die Aufzucht ihrer Jungen.