Früher Erfolg bei der Fledermaus-Kastenkontrolle im Oktober.
(Katharina Fuchs
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BUND Bremen)
Mit diesem Erfolg hatte niemand gerechnet: Nur wenige Monate nachdem in der Valentinwildnis, einem Gelände des BUND Bremen in Bremen-Farge, neue Fledermauskästen aufgehängt wurden, sind die ersten Ersatzquartiere bereits bewohnt, berichtet jetzt der BUND. Bei einer Kontrolle Mitte Oktober entdeckten Fachleute sogar eine vermutlich dort rastende Rauhautfledermaus – ein überraschend früher Erfolg für den Artenschutz.
Anfang des Jahres hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee im südlichen Teil der Valentinwildnis zehn Fledermauskästen anbringen lassen. Hintergrund ist die Entfernung des Deckwerks auf dem Gelände der ehemaligen Tankerlöschbrücke in Bremen-Farge. Für die Bauarbeiten mussten dort Gehölze entfernt werden, wodurch wertvolle Quartiere für Fledermäuse verloren gingen. Als Ausgleichsmaßnahme sieht der Planfeststellungsbeschluss das Anbringen von Ersatzquartieren vor. Diese hat im Februar dieses Jahres ein Freilandbiologe in den nahegelegenen Gehölzen der Valentinwildnis angebracht – eine Entscheidung, die sich nun als voller Erfolg erweist.
Bei der ersten Kontrolle Mitte Oktober, zeigte sich ein erfreuliches Bild: Mehrere Kästen wiesen bereits Spuren einer Nutzung durch Fledermäuse auf. Besonders bemerkenswert war der Fund einer vermutlich dort rastenden Rauhautfledermaus in einem der Kästen. „Damit hatten wir im ersten Jahr überhaupt nicht gerechnet“, berichtet Katharina Fuchs, Biologin beim BUND Bremen. „Normalerweise dauert es einige Zeit, bis Fledermäuse neue Quartiere annehmen. Dass die Kästen bereits jetzt genutzt werden, ist eine wirklich tolle Nachricht.“ Die schnelle Annahme könnte mehrere Gründe haben. Zum einen liegt die Valentinwildnis in unmittelbarer Nähe des Bunkers Valentin – eines der bedeutendsten Winterquartiere für Zwerg- und Rauhautfledermaus in Norddeutschland. Er bietet Fledermäusen im Dach wichtige Strukturen zum Überwintern, weshalb sich dort tausende Fledermäuse jedes Jahr wieder einfinden. Zum anderen herrscht in der ausgeräumten Landschaft ein Mangel an geeigneten Quartieren, sodass neue Verstecke offenbar schnell entdeckt und genutzt werden.
„Der Erfolg macht Hoffnung für weitere Artenschutzmaßnahmen“, ist die BUND-Expertin Katharina Fuchs sicher. „Künftig könnten auch in anderen Bereichen der Valentinwildnis zusätzliche Ersatzquartiere geschaffen werden.“ Die Entwicklung wird in den kommenden Jahren weiter wissenschaftlich begleitet: Die regelmäßige Kontrolle der Kästen ist bereits für die nächsten fünf Jahre beauftragt.
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Katharina Fuchs, katharina.fuchs(at)bund-bremen.net, Tel.: 0421 7900251