Die Herbstferien stehen vor der Tür. Für viele Menschen sind sie mit Reisen und Erholung verbunden. Gleichzeitig belastet Tourismus Klima, Natur und Ressourcen. Besonders die An- und Abreise fällt dabei ins Gewicht. Der BUND Bremen rät deshalb, bereits bei der Planung auf eine möglichst umweltschonende Anreise und ein naturverträgliches Verhalten am Urlaubsort zu achten.
„Wer umweltschonend verreisen möchte, kann bereits bei der Wahl des Reiseziels und des Verkehrsmittels viel bewirken“, sagt Bernd Quellmalz, Pressesprecher des BUND Bremen. „Gerade bei Reisen innerhalb Deutschlands und Europas gibt es zahlreiche Ziele, die mit der Bahn, dem Bus oder dem Fahrrad erreichbar sind. Ein Verzicht auf Kurzstreckenflüge ist ein besonders wirksamer Schritt für den Klimaschutz.“
Neben dem Verkehrsmittel spielt auch die Entfernung eine wichtige Rolle. Nah gelegene Reiseziele können eine gute Alternative zu Fernreisen sein. Deutschland und die europäischen Nachbarländer bieten zahlreiche Möglichkeiten für Wander-, Rad- und Natururlaub. Auch ein längerer Aufenthalt an einem Ort kann umweltschonender sein als eine Reise mit vielen Ortswechseln. Quellmalz: „Wer langsamer reist, reduziert nicht nur den Verkehr, sondern kann eine Region häufig auch intensiver kennenlernen.“
Auch bei der Wahl der Unterkunft bestehen Möglichkeiten, Umweltbelastungen zu reduzieren. Kriterien können ein sparsamer Umgang mit Wasser und Energie, erneuerbare Energien, ressourcenschonende Baumaterialien sowie ein verantwortungsvolles Abfallmanagement sein. Besonders in Regionen mit Wasserknappheit kommt dem sparsamen Verbrauch eine hohe Bedeutung zu.
Auch die regionale Wirtschaft kann durch bewusste Reiseentscheidungen gestärkt werden. Regionale Lebensmittel haben häufig kürzere Transportwege. Der Einkauf bei lokalen Produzentinnen und Produzenten sowie die Nutzung regionaler Gastronomie und Dienstleistungen tragen dazu bei, dass ein größerer Teil der touristischen Wertschöpfung in der Reiseregion verbleibt.
Bei Rückfragen:
Bernd Quellmalz, Pressestelle BUND Bremen, bernd.quellmalz(at)bund-bremen.net