Wespen werden häufig durch süße Lebensmittel angelockt
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Wespen erkennt man an einer Art Einschnitt zwischen dem mittleren Körpersegment und dem Hinterteil und natürlich an der typischen schwarz-gelben Färbung. Die Hornisse, die ebenfalls eine Wespenart ist, ist vor allem deutlich größer und besitzt zusätzlich zum Streifenmuster in Schwarz und Gelb rötlich-braune Streifen. Genauso wie Bienen stehen auch Hornissen unter Naturschutz.
Vor allem beim Essen im Freien sind Wespen lästige Störenfriede. Allerdings werden nur zwei der elf in Mitteleuropa vorkommenden Wespenarten von dem reichhaltigen Nahrungsangebot bei Grillfesten und Kaffeetafeln angezogen. Dabei handelt es sich um die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Der Rest der hier vorkommenden Wespenarten, u.a. auch die Hornisse, geraten eher selten mit dem Menschen aneinander
Die Asiatische Hornisse
Erfolgreiche Einwanderin: Die asiatische Hornisse
Erfolgreiche Einwanderin: Die Asiatische Hornisse
(Umweltressort
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BUND Bremen)
Die Nachricht einer Sichtung der asiatischen Hornisse hat sich unter Bremens Insektenfreunden verbreitet wie ein aufgebrachter Bienenschwarm.
„Momentan kann niemand sagen, ob sich die Vespa Velutina nigrithorax so erfolgreich ansiedelt wie beispielswiese in Frankreich oder Spanien. Dort ist sie auf jeden Fall für Landwirte im Obstanbau und für Imker*innen zum Problem geworden.“, so Daniel Urbach, Bremer Imker und Leiter des BUND Bienengartens in Walle. Die Stiche führten häufiger zu anaphylaktischen Schocks als bei anderen heimischen Wespen- und Hornissenarten, außerdem sei die Vermehrung der asiatischen Hornisse deutlich stärker als bei hiesigen Arten.
Trotzdem müsse abgewartet werden, da die Folgen für andere Insekten erst noch beobachtet werden müssen. Zurzeit gäbe es viele unterschiedliche Studien, in denen Bienen teilweise nur ein Drittel der eigentlichen Nahrung der asiatischen Hornisse ausmachten. Das Jagdverhalten ändere sich auch mit den Jahreszeiten sowie Untersuchungsgebieten.
„Die ersten Arbeiterinnen sind recht klein und gehen vor allem auf Schwebfliegen und kleine Wildbienen oder Wespen.“, erläutert Urbach weiter. „Zum Spätsommer, Herbst und Winter hin greifen sie gezielt Wespen und Honigbienennester an, auch wenn sich einige von den Bienen bereits im Winterschlaf befinden und sich nicht mehr verteidigen können.“
Trotz der vielen Pressemeldungen rät der BUND Bremen allerdings zur Besonnenheit. Die stetige Ausbreitung der asiatischen Hornisse ist keine Überraschung – seit 2004 hat sich das Insekt erfolgreich in Europa angesiedelt und ist seit 2014 in Deutschland unter Beobachtung.
Es ist zwingend wichtig, nicht zu pauschalisieren und ‚vorsichtshalber‘ sämtliche Hornissen zu beseitigen. Unsere heimischen Hornissen zählen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten!
Mit einer Körpergröße von bis zu 2,5 cm bei den Arbeiterinnen und bis zu 3 cm bei den Königinnen ist die Vespa Velutina nigrithorax kleiner als die heimische Hornisse Vespa crabro, deren Königinnen bis 3,5 cm groß werden. Zwar lässt sich durch die markante dunkle Grundfärbung mit der deutlichen gelben Binde auf dem Hinterleib die asiatische Hornisse recht gut von der heimischen Hornisse unterscheiden, in der Aufregung können aber schnell fatale Verwechslungen passieren.
Der BUND Bremen und die Bremer Naturschutzbehörde raten bei einem Verdachtsfall Bilder oder kurze Videos an das Monitoring Portal Neobiota Nord zu melden. Bestätigt sich ein Verdachtsfall, werden automatisch die zuständigen Behörden informiert.
Der richtige Umgang mit...
Wespen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Umwelt und durchaus nützliche Tiere. Sie sind z.B. sehr gute Schädlingsbekämpfer, indem sie große Mengen an Insekten und anderen Kleintieren jagen. Damit wir Menschen erst gar nicht in Konflikt mit ihnen geraten, haben wir für Sie ein paar einfache Verhaltensregeln im Umgang mit Wespen aufgelistet.
- Vermeiden Sie deshalb schnelle und ruckartige Bewegungen.
- Da Wespen Kohlendioxid als Alarmsignal wahrnehmen, sollten Sie das An- oder Wegpusten der Tiere vermeiden.
- Decken Sie Nahrungsmittel im Freien ab und entsorgen Sie Essensreste.
- Benutzen Sie Strohhalme und decken Sie offene Flaschen ab.
- Platzieren Sie in einigen Metern Entfernung etwas überreifes Obst, um die Wespen abzulenken.
- Wespen werden auch von anderen Gerüchen wie Parfum und Cremes angezogen.
- Halten Sie einen Abstand von mindestens 3 Metern zum Nest.
- Obst sollte im Garten möglichst schnell abgeerntet werden.
- Starke Ausbreitung von Blattläusen mit biologischen Maßnahmen eindämmen. Die Ausscheidungen der Läuse ziehen Wespen an.
Die Hornisse ist ein ausgesprochen friedfertiges Tier, das eher die Flucht ergreift, als sich zu verteidigen. Im Gegensatz zu Wespen sind Hornissen auch keine Süßmäuler, die von Süßspeisen oder Getränken angezogen werden. Wenn sich doch einmal eine Hornisse in die Nähe von Menschen verirren sollte, dann nur, wenn sie gerade auf der Jagd nach kleineren Insekten ist oder von einem hellen Licht im Dunkeln irritiert wird. Auch bei Hornissen gilt: halten Sie etwa zwei bis fünf Meter Abstand zum Nest, um hektische Bewegungen und Erschütterungen zu vermeiden. Wie auch bei Wespen sollten sie das An- und Wegpusten von Hornissen unterlassen.
Übrigens: Wer glaubt, dass ein Hornissenstich gefährlicher sei als ein Wespen- oder Bienenstich, der liegt falsch. Der Stich einer Biene ist sogar deutlich unangenehmer als der einer Hornisse.
Nest am Haus – Was tun?
Wespennest
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Um den Bau eines Wespen- oder Hornissennests vorbeugend zu verhindern und somit eventuelle Bauschäden zu vermeiden, sollten Sie Öffnungen wie z.B. Rollladenkästen möglichst klein halten oder mit Fliegengittern verschließen. Außerdem empfiehlt es sich, Holzverkleidungen und –verschalungen mit umweltfreundlichen Farben und Lacken zu pflegen. So verhindern Sie, dass die Tiere diese zerstören und das Holz zum Nestbau nutzen. Falls Sie allerdings doch ein Nest am Haus haben, sollten Sie einige Dinge beachten.Wespennester werden nur für ein Jahr bewohnt und können nach dem ersten Frost im Winter, wenn die Wespen abgestorben sind, entfernt werden. Ansonsten lassen Sie sich von einem Fachmann helfen. Ist das Nest an einer problematischen Stelle, lässt sich das Wespennest umsiedeln. Bei Hornissen geht das nicht so einfach. Da sie laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten zählen, ist eine Umsiedlung bzw. ein Entfernen des Nestes grundsätzlich verboten. In den meisten Fällen kann man einer Umsiedlung aber durch richtiges Verhalten und kleinere Absicherungsmaßnahmen aus dem Weg gehen.