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BUND Landesverband Bremen

Die Prächtige unter den Libellen

Foto einer Gebänderten Prachtlibelle Gebänderte Prachtlibelle  (Birgit Olbrich)

Mit ihrem leicht gaukelnden Flug erinnert sie mehr an einen Schmetterling als an eine Libelle. Ihr wissenschaftlier Name „Calopteryx splendens“ bedeutet soviel wie „glänzender Schönflügel“ und sie wird damit ihrem Name voll und ganz gerecht. Im Spätfrühjahr und Sommer sind die Prachtlibellen an langsam fließenden, klaren Gewässern leicht zu beobachten, da die Männchen ständig in ihren nur rund drei Quadratmeter großen Revieren patrouillieren, um Konkurrenten anzugreifen und zu vertreiben. Kommt dagegen ein Weibchen vorbei, wird es mit einem Schwirrflug begrüßt, dem dann häufig eine Kopulation in dem für Libellen typischen Paarungsrad folgt. Die Eiablage erfolgt im Wasser, dort wächst auch die Larve bis zum Schlüpfen heran. Libellen führen demnach zwei Leben: eins als fliegendes Insekt und eins als räuberische Larve im Wasser.

Während die Männchen der Prachtlibelle mit ihrer stahlblauen Färbung sehr auffällig sind, halten sich die grün bis broncefarbenen Weibchen optisch eher zurück. Die Bestände der gebänderten Prachtlibelle sind besonders durch die Verschmutzung und intensiven Unterhaltung vieler Fließgewässer stark zurückgegangen. Auch durch die Überdüngung der Gewässer und den Pestizideintrag wird dieser prachtvollen Libelle immer mehr die Lebensgrundlage genommen. Zusätzlich schaden die frühe Mahd der Gewässerufer sowie eine Entkrautung während der Sommermonate der Libelle uns vielen anderen an und im Wasser lebenden Insekten.

Beobachten kann man die Prachtlibelle an ihren Fortpflanzungsgewässern am besten von Juni bis August, das allerdings nur bei schönem Wetter, denn sie ist nur bei Temperaturen von mindestens 16 °C aktiv. Nachts suchen die Tiere einen Ruheplatz auf, der bei den Männchen 20 bis 40, bei den Weibchen bis zu 70 m vom Gewässer entfernt liegen kann. Meist sind das Röhrichte, ungemähte Wiesen oder auch Getreidefelder. Gelegentlich werden Schlafgemeinschaften aus Dutzenden Individuen, meist Männchen, gebildet. Die gebänderte Prachtlibelle gilt als Indikator für gute Wasserqualität. 

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