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BUND Landesverband Bremen

Wenn das Wiesenschaumkraut blüht, fliegt der Aurorafalter

Wiesenschaumkraut  (Erich Westendarp auf Pixabay)

Überall in den Wiesen und auf den Deichen entlang von Wümme, Lesum und Weser beginnt Mitte April mit der Flugzeit des Aurorafalters die Blütezeit des Wiesenschaumkrauts. Das zart-rosa blühende Kraut gehört zu der großen Gruppe der Kreuzblütengewächse, die sich stets durch vier kreuzförmig zueinander stehende Blütenblätter auszeichnen. Dichte Bestände wachsen in besonnten oder leicht beschatteten Wiesen, immer dort, wo nicht zu viel gedüngt und zu früh gemäht wird, so dass die Früchte aussamen können.

Aber hat das Blühen des Wiesenschaumkrauts mit dem Vorkommen des Aurorafalters mehr zu tun als die Geburt der Babys mit dem Brüten der Störche? Absolut; denn der Aurorafalter, dessen Männchen markante orange-farbene Flügelspitzen haben, saugt nicht nur den Nektar aus den Wiesenschaumkraut-Blüten, sondern er legt auch seine Eier in den Blütenstand. Die kleinen grünen Raupen ernähren sich von den Blüten und Früchten des Wiesenschaumkrauts. Zur Eiablage nutzen die zu den Weißlingen gehörenden Falter übrigens nur Wiesenschaumkräuter an halbschattigen, kühlfeuchten Stellen, außerdem die weißblühende Knoblauchsrauke, eine häufige Pflanze der Gebüschsäume sowie das in viele Gärten wachsende Silberblatt.

Wer das Wiesenschaumkraut in seinem Garten ansiedeln möchte, braucht ein, zwei Jahre Geduld und muss einen Teil des Rasens als Wiese nutzen, die erst Ende Mai gemäht wird. Der Aurorafalter ist übrigens das Symbol unserer Stiftung Nordwest Natur, die die Schutzgebiete in den Borgfelder und Oberneuländer Wümmewiesen und an der Blocklander Wümme betreut. Ein Blick auf www.nordwest-natur.de lohnt sich.

Aurorafalter  (Werner Grundmann auf Pixabay)

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