BUND Landesverband Bremen

Fledermäusen fehlt es nicht nur an Insektennahrung, sie leiden auch unter Wohnungsnot. Manche Fledermausarten bevorzugen alte Bäume mit Spechthöhlen, ausgefaulten Astlöchern, Baumrissen oder abstehender Rinde, in denen sie Unterschlupf suchen. Leider werden Altbäume immer seltener. Sie haben mit der Trockenheit zu kämpfen, fallen durch Stürme, Bebauungen oder weil sie die Auflagen der Verkehrssicherung nicht erfüllen. Einige Fledermausarten suchen ihre Quartiere bevorzugt an und in Gebäuden. Auch sie haben es schwer, denn bei energetisch notwendigen Sanierungen werden alle Öffnungen und Hohlräume verschlossen und damit gehen Fledermausquartiere verloren. Ersatzquartiere können dazu beitragen, die bedrohten Säuger zu schützen.

Sommer- und Winterquartiere

Fledermäuse beziehen je nach Jahreszeit ihre Winter- oder Sommerquartiere, die sie über viele Jahre immer wieder aufsuchen. Im Sommerquartier wird geschlafen, geruht, kommuniziert, verdaut, Nachwuchs aufgezogen und Schutz vor ungünstiger Witterung gesucht. Fledermäuse brauchen immer mehrere Quartiere, damit sie z.B. bei Parasitenbefall ihr Quartier wechseln können. Von Oktober bis März halten Fledermäuse Winterschlaf. In den Winterquartieren muss es kühl (3-9°C) sein, aber es darf nicht frieren. Zugluft mögen Fledermäuse nicht und die Luftfeuchtigkeit sollte über 80% liegen, damit die dünnen Flughäute der Fledermäuse nicht austrocknen.

 

Zwergfledermaus (Eberhard Menz)

Was können Sie tun?

  • Nach Möglichkeit alte Bäume erhalten.
  • Bei Sanierungen und, wenn Bäume gefällt werden müssen, auf Fledermausquartiere achten.
  • Neue Fledermausquartiere schaffen.

     

Externe Seiten:

>> Fledermausquartiere (BUND Niedersachsen)

>> Fledermausquartiere an Gebäuden (BUND Hannover)

>> Fledermauskästen (BUND Hannover)

 

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