Naturfoto des Monats Juli 2026

08. Juli 2026 | BUND Landesverband Bremen, Schutzgebiete

Im Juli und August widmet der BUND Arbeitskreis Naturfotografie sich dem Thema „Moor“. Diese Aufnahme von einem Sonnenaufgang im Moor stammt von Ursula Arnold-Cramer und wurde zum „Naturfoto des Monats Juli“ gewählt.

Foto des Monats Juli: Sonnenaufgang im Moor Das Naturfoto des Monats Juli zeigt einen Sonnenaufgang im Moor und stammt von Ursula Arnold-Cramer.  (Ursula Arnold-Cramer / BUND Bremen)

Da die Moore nur schwer zu begehen waren, ließen wir sie lange Zeit in Ruhe. Doch im 18. und 19. Jahrhundert begannen die Menschen damit, die Gebiete großflächig zu entwässern und land- und forstwirtschaftlich nutzbar zu machen. Und sie fingen an, Torf abzubauen: Früher diente dieser als Brennmaterial, heute wird er massenweise als Hauptbestandteil von Blumenerde verwendet.
Einst erstreckten sich auf rund 1,5 Millionen Hektar Moore in Deutschland, eine Fläche so groß wie Schleswig-Holstein. Um die Moore zu nutzen, wurden allerdings in den letzten zwei Jahrhunderten die Moore durch Gräben und Drainagen entwässert. Auf den trockengefallenen Flächen wurde Land- und Forstwirtschaft betrieben. Auch Flussregulierungen und die Entnahme von Trinkwasser in der umgebenden Landschaft führen zur Absenkung des Grundwasserspiegels in Mooren. Hinzu kam der Torfabbau, zunächst im kleineren Maßstab als Brennmaterial und später großflächig für Garten- und Blumenerde. Auf diese Weise wurden rund 95 Prozent der Moore Deutschlands zerstört. Rund drei Millionen Kubikmeter Torf werden in Deutschland jedes Jahr in Blumenerden verbraucht, knapp zwei Millionen davon in Hobbygärten. Die gute Nachricht ist, dass aufgrund des Klimaschutzplans der Bundesregierung der Torfanteil in verkauften Erden sinkt.
„Wer torffrei gärtnert, bewahrt wertvolle Moore vor weiterer Zerstörung und trägt zu Natur- und Klimaschutz bei“, betont Katharina Fuchs, Stadtnatur-Expertin beim BUND Bremen. Moore und ihre dicken Torfschichten sind über Jahrtausende gewachsen und speichern viel Kohlenstoff. Werden sie für die Gewinnung von Torf abgebaggert, gehen wichtige Lebensräume für seltene Arten verloren und es gelangen große Mengen des Treibhausgases CO2 in die Atmosphäre. „Moore sind einzigartige Ökosysteme und bedeutende Klimaschützer, die wir bewahren müssen. Torf gehört deshalb auf keinen Fall in den Garten oder in Blumenkübel“, sagt Fuchs. „Ob für Blumen- oder Gemüsebeet, Balkonkasten, Kräutertopf, Anzucht oder Hochbeet: Es gibt Alternativen ohne Torf.“ Der BUND listet im aktualisierten „Einkaufsführer für torffreie Erden“ Produkte, Hersteller und Verkaufsstellen auf und gibt Tipps, wie sich der Kauf von neuer Erde ganz vermeiden und Komposterden selbst herstellen lassen.
 

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