BUND Landesverband Bremen

Artenschutz am Bau

Die tierischen Untermieter nicht vergessen

Was wäre ein Frühling ohne Schwalben, ein Sommer ohne Mauersegler? Sie wohnen und leben mit uns. Auch Hausrotschwänze, Haussperlinge und Fledermäuse nutzen Spalten und Hohlräume im Dach oder an der Fassade unserer Häuser als Nistplatz, um ihre Jungen großzuziehen. Aber die Zahl unser gefiederten Mitbewohner sinkt dramatisch, denn bei energetischen Sanierungen gehen viele Niststätten und Quartiere verloren, meistens unbeabsichtigt. Bundesweit, auch in Bremen, geht die Anzahl an Mauerseglern zurück. Selbst der Spatz - früher ein Allerweltsvogel - verschwindet vielerorts und steht inzwischen im Vorwarnregister der Roten Liste. Alle Fledermausarten befinden sich bereits auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Das geht auch anders: Klima- und Artenschutz lassen sich gut miteinander vereinbaren. Das Projekt "Mehr Natur in die Stadt" möchte informieren [PDF], wie Sie bei energetischen Sanierungen oder bei anderen Baumaßnahmen vorgehen können, um Nistplätze und Quartiere zu erhalten  oder neu zu gestalten. Dafür ist es wichtig, frühzeitig zu klären, ob Vögel oder Fledermäuse das Gebäude nutzen und wie die Lebensstätten erhalten oder ersetzt werden können. Dass künstliche Vogelnisthilfen einen sinnvollen Beitrag zum Artenschutz leisten, konnten wir nun ganz konkret durch Kontrollen nachweisen. Der BUND Bremen hat dank der Unterstützung der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau im Frühjahr und Sommer 2019 über einhundert Nisthilfen auf den Annahmeerfolg hin untersucht. Mehr als ein Dutzend Personen, hierunter auch Ehrenamtliche aus dem BUND Arbeitskreis Spatzen, haben hieran mitgewirkt. Fazit ist:  Die als Ersatz für die nicht zu erhaltenden Mauersegler- und Haussperlings-Niststätten angebrachten Nistkästen erfüllen ihre Funktion und werden sowohl vom Haussperling als auch vom Mauersegler angenommen. Die Anzahl der beobachteten Bruten bezogen auf die Zahl der angebrachten Nistkästen ist zwar vergleichsweise niedrig. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass weitere Individuen die noch nicht genutzten Kästen im Laufe der nächsten Jahre annehmen werden. Näheres finden Sie hier in unserem Bericht. Auf den folgenden Seiten finden Sie wichtige Anregungen für den Gebäudebrüterschutz.

Ansprechpartnerin

Heike Schumacher


E-Mail schreiben Tel.: 0421 79 00 256

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