Blühender Apfelbaum

Einleitung

In Bremen gehörte noch vor wenigen Jahrzehnten zu beinahe jedem Bauernhof eine Obstwiese. Obstwiesen sind ökologisch wertvolle Biotope und bieten über 3.000 Pflanzen- und Tierarten einen wichtigen Lebensraum. Heute sind Obstwiesen und alte Obstbäume rar geworden. Damit gehen nicht nur wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren, sondern auch viele schmackhafte, typische Bremer Obstsorten. Diese wollen wir für die Zukunft erhalten, indem besondere Sorten, die sich als robust gegen Klimaveränderungen, Krankheiten, und Schädlingsbefall erwiesen haben, weiter gepflegt und vermehrt werden.

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Obstwiesen in Bremen

blühend - duftend - schmackhaft

Obstwiesen sind Kulturlandschaften, die aus der bäuerlichen Nutzung heraus entstanden sind. Bei naturverträglicher (extensiver) Nutzung und Pflege leisten Obstwiesen einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Obstwiesen gewährleisten durch ihre Strukturvielfalt eine lebendige Artenvielfalt. Sie sind Rückzugsgebiete für viele Tiere und bieten etwa Vögeln, Fledermäusen, Schmetterlingen und seltenen Pflanzenarten einen Lebensraum. Hochstämmige Obstbäume tragen außerdem dazu bei, dass die  geschmackliche Vielfalt nicht verloren geht und das „Genreservoir“ alter, lokaler Obstsorten erhalten bleibt.

 

Ansprechperson

Portrait von Katharina Fuchs. Foto von Birgit Wingrat.

Katharina Fuchs


E-Mail schreiben Tel.: 0421 79 00 251

Die richtige Obstbaumpflege

Obstbaumpflege

Du hast einen alten Obstbaum, der dringend Pflege benötigt, oder willst einfach mehr über den Obstbaumschnitt erfahren? Der BUND kann dir Tipps geben oder Fachleute für den Obstbaumschnitt vermitteln. Außerdem bieten wir immer wieder Fortbildungen zur Pflanzung und Pflege von Obstbäumen an (siehe geplante Veranstaltungen).

Empfehlen können wir zum Beispiel den Diplom-Biologen, Dozenten und Obstbaumpfleger Michael Ruhnau in Bülstedt. Dessen Telefonnummer und E-Mail findest du auf seiner Website.

Literaturempfehlungen

Zum Thema Obstwiesen und Obstbaumschnitt empfiehlt der BUND folgende Lektüre:

  • Pomologenverein Niedersachsen-Bremen  (Verlag Atelier im Bauernhaus, 2014)
    "Alte Obstsorten neu entdeckt" für Niedersachsen – Bremen" (208 Seiten)
    Der Pomologenverein Niedersachsen-Bremen vereint in diesem Buch praktische Tipps mit einer Übersicht über alte Obstsorten – von Apfel über Birne und Kirsche bis hin zu Mirabelle und Aprikose. Eine Sektion des Buches ist ganz den regionalen Obstsorten gewidmet, eine weitere listet nützliche Adressen auf, die dem interessierten Obstwiesenbesitzer oder Hobbygärtner auf dem Weg zu einer ausgewogenen Streuobstwiese helfen können.  
  • Landschaftspflegeverband Aschaffenburg e.V.
    "Pflanzung und Pflege von Streuobstbäumen" (60 Seiten)
    Diese Broschüre soll eine praxisbezogene Hilfe für all jene sein, die vor der Aufgabe stehen Obstbäume zu pflanzen und zu pflegen. Sie wurde speziell für die Pflege von hochstämmigen Streuobstbäumen erarbeitet. Es werden praxiserprobte Schnitttechniken für Hochstämme empfohlen, deren Anwendung den Baum gesund erhalten und gleichzeitig den Arbeitsaufwand bei der Baumpflege minimieren.  
  • Hans-Thomas Bosch (Kompetenzzentrum Obstbau - Bodensee)
    "Naturgemäße Kronenpflege am Obsthochstamm"
    Mit über 500 Bildern und Grafiken umfasst diese neue erweiterte Auflage nun Bilderreihen erfolgreicher Obstbaumschnitte von bis zu 10 Jahren und auch die Jungbaum-Erziehung wird noch detaillierter bebildert. Die Fotos sind bestens dazu geeignet, sich ein Bild davon zu machen, wie der Schnitt durchgeführt wird und vor allem, wie er sich in Zukunft auswirkt.
  • Markus Zehnder / Friedrich Weller (Verlag Ulmer, 2016)
    „Streuobstbau – Obstwiesen erleben und erhalten“ (192 Seiten)
    Das Buch ist eine gute Einführung in das Thema „Streuobstwiesen“. Es behandelt alle wichtigen Aspekte, von der Beschreibung und der geschichtlichen Entwicklung des Naturraums Streuobstwiese bis hin zur Ökologie des Lebensraums Obstwiese. Dabei gibt es dem Interessierten auch praktische Tipps bezüglich der Obstbaumpflege, der Sortenwahl und die Verwertung der geernteten Früchte.
  • Eckart Brandt (Verlag Atelier im Bauernhaus, 2004)
    „Von Äpfeln und Menschen… Brandts Apfelfibel“ (180 Seiten)
    Der Pomologe Eckart Brandt behandelt mit diesem Buch, dass auch liebevoll „Die Apfelfibel“ genannt wird, die zahlreichen Facetten dieser Frucht. Dabei beleuchtet er die Kulturgeschichte des Apfels, beschreibt wichtige Apfelregionen und stellt dem Leser drei wichtige Pomologen des 19. und 20. Jahrhunderts vor. Abgerundet wird das Buch mit Gedichten und Anekdoten rund um den Apfel, der Beschreibung alter Apfelsorten und neuer Apfelrezepte. 

Flyer der Veranstaltungsreihe Obstbaumschnitt und Streuobstwiese

Flyer der Veranstaltungsreihe Obstbaumschnitt und Streuobstwiese

Flyer der Veranstaltungsreihe 2026 "Obstbaumschnitt und Streuobstwiesen" mit Ingo Sucher und Katharina Fuchs.  (BUND Bremen / BUND Bremen)

Apfelsaft selber pressen

Saft selber pressen

Ein schneller und günstiger Weg zum Biosaft ist der Saft aus Obst von der eigenen Obstwiese oder dem eigenen Garten. Hier findest du eine Übersicht von Mostereien in der Umgebung von Bremen, die Saft aus Äpfeln, Birnen und anderem Obst herstellen. Die Karte zeigt die Standorte der Mostereien im Bremer Umland. Um nähere Informationen zu erhalten, klicke bitte auf die Standorte in der Karte. 

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Streuobstwiesen-Bündnis Niedersachsen sowie unter Kleinmoster.de.

Veranstaltungen zum Thema Obstwiese in Bremen und umzu

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